Weitwanderweg

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"5 Etappen an 4 Tagen vom Weitwanderweg "Min Weag" um Vorarlberg herum. Die zweite Damentour in diesem Jahr der Sektion Peiting mit Wanderleiterin Doris Heger führte diesmal von den Lechtalern ins Verwall und dann hinaus ins Montafon."

Tourenleiterin war Doris Heger.

Geschrieben von DAV Peiting

Lechquellengebirge

Zweitagestour im Lechquellengebirge

Am Samstag den 30. Juni machten wir uns zu zehnt auf ins Lechtal. Von Zug aus wanderten wir nach einem schnellen Espresso bei perfektem Bergwetter los. Immer in Begleitung des rauschenden Wassers ging es auf dem Lechweg entlang. Kurz nach der Stelle, wo der Spullerbach und der Formarinbach sich zum Lech vereinen, machten wir gemütlich Brotzeit. Dann ging es am Formarinbach entlang weiter bis zum Steinbockdenkmal und zur Formarinalpe. Kurz darauf kamen wir an den in der Sonne glitzernden Formarinsee, wo einige Mutige das warme Wetter zum Baden nutzten. Anschließend ließen wir den Bergtag auf der Terrasse der Freiburger Hütte ausklingen, bevor´s ans Abendessen und die verdiente Nachtruhe ging.

Am Sonntagmorgen stärkten wir uns am üppigen Frühstücksbuffet für den Tag. Wir starteten die Überschreitung zur Ravensburger Hütte, welche auch eine Etappe der Lechquellenrunde ist. Stetig bergauf über Grashänge ging es zum Steinernen Meer. Wir bewunderten die bizarren Karstformationen und genossen den Ausblick auf die rote Wand und die umliegenden Berggipfel. Beim weiteren Aufstieg zum Gehrengrat legten wir viele Fotopausen ein, da sich hier noch mehr Murmeltiere zeigten, als tags zuvor schon. Wir konnten diese aus wenigen Metern Entfernung beobachten. Am Gehrengrat angekommen hatten wir einen tollen Rundumblick auf unzählige Gipfel und stärkten uns dabei mit einer Brotzeit. Nach dem abschüssigen Abstieg zum Dalaaser Schütz führte uns der Weg nun über sanfte Wiesen und wunderschön blühende Alpenrosenhänge zum Spullersee. Dort angekommen gönnten wir unseren Füßen eine erfrischende „Kneippkur“ bevor wir uns entschieden mit dem Bus zum unteren Älpele zu fahren. Von dort wanderten wir zurück nach Zug und ließen die gelungene Tour mit kühlen Getränken und leckerem Kuchen ausklingen.

Lechquellengebirge

Geschrieben von Felicitas Schwarzer

Klettersteigkurs

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Nach längerer Pause fand heuer wieder ein Klettersteigkurs im Rahmen des Jahresprogramms des DAV Peiting statt. Das Klettersteiggehen war vor Jahren noch – unfallstatistisch – eine äußerst sichere alpinsportliche Disziplin. Durch die Zunahme von Steiganlagen und die häufigere Nutzung insbesondere durch schlecht vorbereitete Geher hat sich das grundlegend geändert. Heuer sind auf heimischen Klettersteigen schon zwei Menschen zu Tode gekommen. Vor diesem Hintergrund war die Durchführung einer gründliche Schulung und ein schrittweises Herangehen mit steigendem Schwierigkeitsgrad wieder einmal sinnvoll.

Die Teilnehmer des Kurses der Sektion Peiting wurden zunächst theoretisch unterwiesen. Material, Tourvorbereitung und Verhalten in Notfällen stehen hier im Vordergrund. An zwei aufeinanderfolgenden Praxistagen ging es dann zunächst auf einen einfachen Klettersteig zum Kennenlernen, dann auf einen mittelschweren, wo bereits erste klettertechnische Fertigkeiten eingeübt werden konnten. Somit sollte sichergestellt sein, dass nach erfolgreichem Abschluss die Kursanden selbstverantwortlich Klettersteigtouren vorbereiten und durchführen können und nicht selbstverschuldet in Nöte geraten. Auch die Bergwacht wird sich darüber freuen!

Foto: Unterwegs am Friedberger Steig

Geschrieben von Oliver Koch

Auf alten Walserwegen im Piermont

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Eine Traumwoche auf alten Walserwegen im Piermont

Eine Gruppe der Peitinger DAV-Sektion mit 12 Teilnehmern wanderte in 6 Tagen vom Anzasca-Tal über 7 Pässen ins Sesia-Tal. Wie an einer Perlenkette aufgereiht liegen in den hintersten Talschlüssen der Penninischen Alpen alte Walserdörfer über den piemontesischen Siedlungen. Die GTA (Grande Traversata Delle Alpi) nutzt die traditionellen Walserwege zur Durchquerung dieser Region. Fantastische Ausblicke auf den Monte Rosa, herrliche Landschaften, ein Blumenmeer und größtenteils leider nur noch zum kleinen Teil bewohnte Dörfer beeindruckten die Teilnehmer auf den teilweise langen und steilen Anstiegen von insgesamt rd. 6.300 Höhenmeter und 5.300 Höhenmeter im Abstieg. Mit Ausnahme von ein paar Bergsteigern die auf der gleichen Route unterwegs sind trifft man auf der ganzen Strecke niemanden und so beeindruckt die Ruhe der Natur und am Abend der gastfreundliche Empfang in der Unterkunft mit dem im Piermont bekannten hervorragenden und ausladenden Essen. Die wesentlichen Stationen waren der Ausgangsort in Molini di Calasca und weiter über Campelle Monti zur berühmten Walsersiedlung Rimella wo auch der Walserdialekt leider kaum noch zu hören ist. Über die Alpe Baranca ging es weiter nach Carcoforo und Rima zum Endpunkt der Tour nach Alagna. Hier tauchte die Gruppe wieder in den Tourismus ein, da Alagna Ausgangspunkt für sehr viele Bergtouren und -aktivitäten ist. Beeindruckend waren die prächtigen Walserhäuser und es ist die schönste und am besten erhaltene Walsersiedlung im ganzen Alpenraum. Alle Teilnehmer hatten die Tour hervorragend überstanden und gemeinsam neben den langen Gehzeiten auch viele Besichtigungen unternommen. Wer gerne einmal mitgehen will ist dazu herzlich eingeladen und kann sich bei Herwig Skalitza unter Tel. 0886166462 vormerken lassen.

Bildunterschrift

Die Gruppe auf dem Colle de Mud vor dem Abstieg nach Alagna

v.l. Leo Barnsteiner, Christian Hollrieder, Birgig Häuserer-Bader, Margit und Markus Heiss, Rainer Gößwald, Gabi Schweiger, Hannelore Köpf, Annett Desche, Jürgen Weber, Herwig Skalitza und Franz Gerold

Geschrieben von Herwig Skalitza