Glühweintour 2017

Mittlerweile ist es Tradition, daß sich Freunde vom Alpenverein Peiting und
Alpenverein Treuchtlingen zur sogenannten Glühweintour von Unterammergau
zum Teufelstättkopf aufmachen. In diesem Jahr mit viel Schnee unter den Sohlen, so daß einige meinten, man bräuchte unbedingt Schneeschuhe.
Die Treuchtlinger Freunde wiederzusehen, ist immer eine große Freunde und ab dem Pürschlinghaus geht es gemeinsam zum Gipfel. Kurz unter dem Gipfel bei weniger Wind hat Herwig Skalitza mit den Gaskochern bereits den Wein zum „Glühen“ gebracht und bei Sonne, Schnee, Glühwein und Weinachtsplatzerl konnte die Stimmung nicht besser sein.

Glühweintour

Geschrieben von Eberhard Boerboom

Dremelspitze

Dremelspitze

Dremelspitze 3

Nach eingangs gutem Studiums des Wetterberichtes und der Ankündigung einer Kaltfront am Samstag disponierten wir kurzerhand den Ablauf der Tour um, sodass leider nicht alle angemeldeten Teilnehmer diesen Genuss mit uns teilen können.

So starteten wir drei Mädels am Freitag, den 8. September schon sehr früh mit Tourenführerin Kerstin Keis, um einen der schönsten und beeindruckendsten Lechtaler Gipfel zu besteigen – die „Dremelspitze“ ( 2733 ). Ausgangspunkt ist Boden, ein kleines Bergbauerndorf im Bschlabser Tal. Durchs Angerletal geht es hinauf zur schön gelegenen Hanauer Hütte und weiter zur westlichen Dremelscharte. Ab hier geht es fast 300 hm in freier Kletterei (II) steil nach oben. Es erwartet uns eine spannende und abwechslungsreiche Felstour durch scharfe Grate und Rippen, Pfeilern und Türmen mit unzähligen tief eingeschnittenen Schluchten und Rinnen. Tief unter uns ruht blau-grün schimmernd der Steinkarsee – wahrhaftig eine großartige Szenerie! Den Gipfel haben wir dann für uns alleine und können eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge genießen. Der Abstieg verlangt nochmal absolute Konzentration und bedachtes Klettern, denn das Gelände verzeiht keine Fehler. Zurück an der Hanauer Hütte genießen wir bei unserer verdienten Stärkung auf der Terrasse noch einmal den Blick auf unseren „Traumberg“! Nach einer ruhigen Nacht im Winterraum lassen wir uns ein reichhaltiges Frühstück schmecken. Nachdem das Wetter an diesem Tag wegen der Föhnlage doch noch eine Weile halten soll, beschließen wir die lange Runde über das Galtseitenjoch und das Fundaistal abzusteigen, um auf diesem Weg noch die Reichspitze (2590) zu besteigen. Auch bei dieser Tour genießen wir noch einmal eine überwiegend mit Drahtseil versicherte „Kraxelei“. Etwas müde, aber rundum glücklich und zufrieden, fahren wir nach Hause.

Mit dabei waren Karin Splitt-Einsle, Ricke Deschler und Monika Kanzler.

Im Rucksack einen großen Dank an eine tolle Tourenführerin!

Geschrieben von Kerstin Keis

Peitinger AV-Senioren in den Osttiroler Bergen

Gruber

Nach vielen Bergfahrten in Südtirol und im Trentino war heuer das Gebiet   um Matrei in Osttirol das Ziel der Gemeinschaftsfahrt. Unter Leitung von Franz Gruber, Franz Gerold und Dieter Frühschütz startete die Gruppe mit 44 Teilnehmern in Hopfgarten (Defereggen Tal) zum Aufstieg auf den 1500 m hochgelegen Maschlerhof zur Einkehr. Ein herrlicher Tiefblick ins Defereggental belohnte die pfundige Eingehtour und mit unserem Bus gings weiter zum Hotel in Matrei.
Am zweiten Tag brachte uns die nahe Goldried-Kabinenbahn auf den Bergrücken zwischen Kals und Matrei. Von dort oben führt der Europa-Panoramaweg vorbei am Kals - Matreier Törl-Haus in Richtung Blauspitze (2675 m), die von einem Teil der Gruppe bestiegen wurde. 2 Peitinger nahmen sich den Klettersteig  als Anstieg vor. Mächtig stand Österreichs höchster Berg, der Großglockner mit 3800 m und seinen Nachbargipfeln vor uns. Eine andere Gruppe wanderte bis zur Kalser Höhe und zurück zur Einkehr im Törl-Haus und weiter zur Bergstation. Den späten Nachmittag nutzten die Bergwanderer für einen Besuch der berühmten Wallfahrtskirche "Maria im Schnee" in Obermauern (Virgental). Diese spätgotische Kirche aus dem 15. Jhd. mit ihren wertvollen, bestens erhaltenen Fresken vom südtiroler Maler Simon Marenkl, dem Hauptaltar mit der schönen Madonna und zahlreichen kunstvollen Plastiken von einheimischer Holzschnitzern ist wirklich sehenswert. Einige Bergfreunde haben spontan passende Kirchenlieder angestimmt und alle Besucher waren von diesem Kulturdenkmal voll begeistert.

Das Innergschlöß am Fuße des Großvenedigers wird auch als schönster Talschluß der Ostalpen bezeichnet.
Vom Matreier Tauernhaus  wanderte der Alpenverein am dritten Tag vorbei an der bekannten Felsenkapelle zum Venedigerhaus im Innergschlöß - einem herrlichen Talende mit Sommeralmen, wunderschönen alten Holzhäusern,  dahinter aufragend die vergletscherte Südseite der Venediger Berge (3666 m). Ein steiler Pfad führt hinauf zum Salzbodensee und zum "Auge Gottes" - einem winzigen Teich mit Inselchen. Der Weiterweg über die vom Gletscher geschliffenen Felshänge wird als Gletscher-Lehrweg bezeichnet und ist mit Schautafeln versehen. Interessant sind die verschiedenfarbigen Platten, die einst vom Schlatenkees bedeckt waren. Zwei gewaltige Sturzbäche rauschen von den Gletscherzungen hinab ins Tal und zeigen, wie rasant die einstigen Eismassen abschmelzen.
Am letzten Tag besuchten wir das "Zedlacher Paradies", einem Teil des Nationalparks Hohe Tauern. Ein herrlicher, gut ausgeschilderter Rundweg auf ca. 1500 m führt hier durch einen der größten Lärchenbestände Österreichs mit uralten, mächtigen Baumriesen, zahlreichen Schautafeln und Skulpturen.
Nach einer Mttagsspause auf der Kräuteralm "Strumerhof" erklärte uns die Wirtin und Bäuerin die verschiedenen Kräuter und Heilpflanzen und deren Verwendung.
Wieder ging eine der beliebten Seniorentouren des Alpenvereins erfolgreich und mit schönstem Wetter zu Ende.  Für Überraschung sorgte bei der Heimfahrt die Ankündigung von Franz Gruber, daß dies nach 16 Jahren die letzte

Geschrieben von Gruber Franz

AV-Tour über den Senda Cunfin

Koch

Den Schweizerisch-Italienischen Grenzweg über drei Dreitausender von der Lischana- zur Sesvennahütte beschritten kürzlich sieben Bergsteiger der DAV-Sektion Peiting. Das Platt hinter der Fuorcla da Rims mit seinen ständig wechselnden Gesteinsarten und den türkisblauen Bergseen gilt als landschaftlich besonders reizvolle Ecke im Unterengadin. Der Rückweg von der Südtiroler Seite erfolgte über den Schlinigpass und durch die düstere Uinaschlucht, die nach Unwettern und Murenabgängen gerade erst wieder freigegeben war. Der Piz Lischana, der bei der Tour umrundet wurde, gehört – wie der Piz Cengalo, der jetzt zu trauriger Berühmtheit gelangt ist – aufgrund des Klimawandels zu den Bergen mit Risikopotential.

Geschrieben von Koch Oliver