Jahresbericht 2021

Ortsgruppe Rottenbuch, Tourenbericht 2021

 

12. Februar, Allgäuer Hörner Tour / Skitour: von Grasgehren nach Gunzesried

Führung mit Christian Erhard. Bericht Marc Fritzen

Bei eiskalten -15°C und kristallblauen Himmel ging es an diesem Freitag Morgen von Grasgehren los. Ziel unserer Gruppe, bestehend aus Christian Erhard, Walter Neuner, Hannes Stevens und Marc Fritzen, war wieder unser Parkplatz in Gunzesried. Dazwischen lagen 5 Allgäuer Hörner, die es zu überschreiten gab. Da es die Tage vorher ordentlich geschneit hat, hatten wir ski- und schneetechnisch die besten Bedingungen für diese wunderschöne Tour. Das erste Ziel an diesem Morgen, war das Riedberger Horn ,1.787m. Von dort ging es, durch besten Pulverschnee, steil hinunter Richtung Ochsenkopf, 1.662m. Vom Ochsenkopf fuhren wir ab, um nordseitig steil durch Waldgelände auf den Weiherkopf, 1665m, zu steigen. Unser nächstes Ziel war das Rangiswanger Horn, 1616m. Die Landschaft und die Ausblicke an diesem tiefverschneiten, sonnigen Tag waren atemberaubend. Immer wieder mussten wir inne halten, um die grandiose Landschaft auf uns wirken zu lassen. Auf dem Weg waren wir oft alleine unterwegs. Allerdings versammelten sich auf den letzten beiden Hörnern viele Tourengeher auf den Gipfeln. Nach der Abfahrt vom Rangiswanger Horn, mussten wir noch ein letztes Mal auffellen, um auf das Ofterschwanger Horn, 1406m, zu steigen. Dies war das niedrigste Horn unserer Tour und südseitig war bereits teilweise der neue Schnee von Wind und Sonne abgetragen. Jetzt wartete nur noch die Abfahrt nach Gunzesried auf uns. Wir konnten fast bis zum Auto abfahren. Eine wunderschöne Skitour an einem perfekten Tag nahm hier sein Ende.

27. Juni, Große Arnspitze / Mittenwald

 Führung und Bericht: Christian Bayer

An einem wunderschönen Sonntagmorgen trafen sich zwölf Bergkameraden/-innen um 5:30 Uhr am Kunst Café zu einer Gemeinschaftstour auf die Große Arnspitze (2196 m). Eine bunt gemischte Truppe im Alter von 22 bis über 70 Jahre konnte nach einer Stunde Autofahrt und einer kleinen Vorstellungsrunde kurz nach halb sieben aufbrechen und den rund viereinhalbstündigen Aufstieg beginnen. Auf abwechslungsreichen Waldwegen mit kurzen, knackigen Anstiegen ging es Richtung Riedkopfscharte. Zum Glück war der Himmel bis dahin ein wenig mit Wolken bedeckt, somit war es nicht ganz so schweißtreibend. Dem Weg folgend gingen wir bis zum Abzweig Riedkopf / Arnspitze,
wo wir eine kleine Pause für Verpflegung und Fotos einlegten. Umgehend kam der Quergang zur Arnspitzhütte auf uns zu. Da der Weg doch ein wenig ausgesetzt ist, war dies für einige Teilnehmer/innen die Schlüsselstelle der gesamten Tour. Nach nochmaliger kurzer Rast kam der finale Aufstieg zum Gipfel der Arnspitze, den alle 12 Teilnehmer/innen erreichten. Nach ausgiebiger Rast mit genialem Gipfelpanorama begaben wir uns auf den Rückweg bis zur Riedkopfscharte. Von dort bogen wir nach rechts ab und bewegten uns Direttissima über einen sehr wenig begangenen
Jägersteig Richtung Isarauen. Dort wurde das kühle Nass der Isar gerne angenommen. Nach neun Stunden Gesamtzeit kamen wir teilweise erschöpft, aber immer noch gut gelaunt, am Parkplatz an. Zum gemütlichen Teil und verdienten Abendessen fuhren wir ins Bistro Baur nach Krün – ein super Lokal, große Portionen, freundliche Bedienung und gute Preise, einfach nur empfehlenswert! Rundum war es ein sehr schöner und gelungener Bergtag mit einer sehr harmonierenden und fitten Gruppe.

19. bis 21. Juli, Kletterwochenende im Ötztal

Führung: Manuela Fritzen Christian Erhard, Andi Stückl

Bericht: Andi Stückl

Teilnehmer: Familien Erhard, Fritzen, Bock und Stückl

Übernachtung: zwei Familien auf dem Campingplatz in Längenfeld und zwei Familien in einer Privatpension.

Klettersteige:

– Obergurgl Zirmwald (B/C)

– Lehner Wasserfall (C mit einer Stelle E)

Klettergarten:

Obergurgl Zirbenwald

 

3. bis 4. Juli, Familienwochenende auf dem Prinz Luitpold Haus

Führung: Manuela Fritzen Christian Erhard, Andi Stückl

Bericht: Andi Stückl

21 Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Familen Erhard, Fritzen, Bock, Speer, Thoma, Holzheu, Niedermeyr und Stückl). Zunächst war das gesteckte Ziel der Hochvogel, der vom Prinz Luitpoldhaus in ca. 2,5 bis 3 Stunden erreichbar ist. Der Plan war: erster Tag zur Hütte, zweiter Tag auf den Gipfel. Leider war die Wettervorhersage für den zweiten Tag nicht gut und wir mussten uns entscheiden ob wir mit ein paar „Spezialisten“ noch am Samstagnachmittag den ersehnten Gipfel stürmen wollen. Zum Glück ist unsere Familiengruppe mit Hochtourenführer und weiteren erfahrenen Alpinisten bestückt, deshalb konnten wir uns diese Spontan –  Aktion zutrauen. Immerhin sind es vom Giebelhaus im Hintersteiner Tal über das Prinz Luitpolt Haus bis zum Hochvogel technisch anspruchsvolle 1.600 Höhenmeter. Acht Gruppenmitglieder von 13 bis 55 Jahren erreichten den 2.592 Meter hohen Gipfel – Respekt.! Der größere Teil der Gruppe wanderte auf gleichen Weg auch Richtung Hochvogel, gab sich aber dann mit der Kreuzspitze (2.367 m) zufrieden, die technisch dem Hochvogel in keiner Weise nachsteht.  Somit erreichte die komplette Familiengruppe bereits am ersten Tag einen tollen Gipfel mit atemberaubendem Blick und vor allem bei gutem Wetter. Gerade noch rechtzeitig kamen wir zum Abendessen in die Hütte und auch der Regen liess nicht lange auf sich warten. Der Wetterbericht hatte recht für den Sonntag: Vormittag noch trocken und leichte Aufhellung und ab Mittag Gewitterneigung. Zum Glück waren die genannten Gipfel bereits in der Tasche. Die Gruppe war aber motiviert,  noch einen weiteren Gipfel mitzunehmen. Wir entschieden uns für den Hüttengipfel des Prinz Luitpold Hauses, den Wiedemerkopf, 2.166m. Auch dieser Berg ist technisch sehr anspruchsvoll, ist teilweise seilversichert und verlangt absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wieder zurück bei der Hütte, sahen wir schon von Westen die dunklen Wolken. Ab jetzt hieß es, Rückzug ins Hintersteiner Tal. Auf den letzten Metern zum Giebelhaus holten uns diese Wolken noch ein und wir bekamen eine kleine, erfrischende Dusche. Vom Giebelhaus fuhren wir mit dem Bus glücklich und mit einem Grinsen im Gesicht (trotz Maske) zurück zum Parkplatz.

11. bis 15. Juli, Umrundung des Oberalpstocks

Führung: Detlev Löhnert und Armin Heigl

10 Teilnehmer/innen

Bericht: Armin Heigl

Wegen des miserablen Wetters mussten wir diese, eigentlich als fünftägig geplante Tour um zwei Tage kürzen. Über den Oberalppass, an der Grenze der Kantone Graubünden und Uri, läuft die Matterhorn – Gotthard Schmalspurbahn. Gleich neben dem Bahnhof gibt es einen großen Parkplatz. Schon nach wenigen Schritten verlassen wir die Zivilisation auf schmalen Pfaden. Bäche sprudeln, Wollgraswiesen, letzte Schneefelder. Nach einer Stunde ist die Fellilücke erreicht. Abstieg nordwärts ins Fellital. Unter normalen Umständen gilt es hier ein riesiges Blockmeer ohne jede Pfadspur zu überqueren. Sehr mühsam! Zu wild und wuchtig liegen die steinernen Giganten herum. Wir haben Glück. Diese 400 Höhenmeter sind noch schneebedeckt. Im allerfeinsten Sommerfirn düsen wir vergnügt in die Tiefe. Firngleiter wären nicht schlecht gewesen.

Die Treschhütte liegt ziemlich am unteren Ende des wildromantischen. Fast wie ein Hexenhaus versteckt sie sich am Waldrand und noch im Lager vernimmt man das mächtige Rauschen des nahen Fellibaches. Vor dem Z’nachtessen sitzen wir noch lange auf der gemütlichen Terrasse. Bier und Saft, Most mal mit und mal ohne Alkohol. Es ist Sommer. Die Wirtsleute sind freundlich und wie so oft in der Schweiz Freiwillige, die nur für kurze Zeit im Wechsel das Haus bewarten (folglich besonders engagiert).

Anderntags müssen wir uns erst mal an Kühen vorbeizwängen, die nur ungern den Weg freigeben. Sumpfige, fette Almwiesen, überall gluckert es, doch bald geht es zügig  hinauf im Zick Zack  in Richtung Pörtlilücke, 1000 hm über uns. Stauden und Kräuter säumen den Weg. Es ist ein botanischer Garten. Nach halber Strecke legt sich der Hang zurück und vor uns lockt ein paradisisch kleiner Almboden. Ein Bach mäandert um dunkle Fels- blöcke, rot schimmern die Blüten der Alpenrosen und klare Wasser strömen ruhig über moosgrüne Gumpen mit feinen Kieselbänken. Im Hintergrund grüßt das Sustenhorn. Lange sitzen, plantschen und baden wir hier. Es ist Sommer in den Bergen.

An der Pörtlilücke grüßen Tödi und Claridenstock aus nächster Nähe. Wir schauen, rasten und staunen und kommen recht zeitig auf der Etzlihütte an. Das ist schon eine etwas größere Hütte und abermals wird uns reichlich Lagerplatz zugewiesen. Blaue Stunde am Nachmittag und es gilt, Burgis heutigen Geburtstag zu feiern. Die Wirtin hat eine Rübli – Geburtstagstorte gebacken. Mit Namenszug in Zuckerguss und Kerzen. Na so eine Überraschung! Schon während der Nacht beginnt es zu regnen. In der Früh regnet es immer noch. Wir machen uns wasserdicht. Es donnert noch, oder schon wieder, als wir uns auf den Weg machen. Nichts wie  hinunter! Von schroffen Hängen rauschen zu Sturzfluten gewordene Rinnsaale in die Tiefe. Deren Durchquerung bereitet uns zunehmend erhebliche Schwierigkeiten. Eine Stunde später wären wir hier nicht mehr durchgekommen. Kilometertief, exakt genau unter uns, laufen die Röhren des Gotthard Basistunnels. Eine helvetische, technische und politische Meisterleistung! Italien und Österreich sind in Bälde mit dem Brenner Basistunnel fertig. In Bayern, nun ja, plant man die Planung dessen Zulaufs…. Wir sind heute schneller: im Rekordtempo, nach 10 Kilometer und 1200 Meter Abstieg, erreichen wir das Bergdorf Bristen im Maderaner Tal. Kaum einer ist noch trocken. Die Bäche führen inzwischen Wassermassen, die uns nachdenklich stimmen. Der Parkplatz am Oberalppass, war da nicht ein Bach und eine Brücke? Unsere Eile hat sich gelohnt, denn wir erreichen noch den früheren Postbus. Das Maderaner Tal mündet in Form eines 300 Meter Steilhangs in das ebenfalls schluchtartige Reusstal an der Gotthardstrecke. Der Postbus kurvt in aberwitzigen Serpentinen in diesen Abgrund hinein. Schrilles Lachen von hinten. In Göschenen sehen wir die donnernde Reuss. Der Kanton Uri ist vom Regen besonders betroffen. Mit der Schöllenen- und der Matterhorn – Gotthard Bahn kommen wir am Oberalppass an. Im Schneeregen und Matsch waten wir zu den Autos. Die Brücke zum Parkplatz steht noch.

15. bis 20. Juli, Hochtouren im Wallis

Führung: Christian Erhard und Peter Echtler

Bericht: Christian Erhard

Das Ziel unserer zehnköpfigen Gruppe war die Monte Rosa Gruppe in der Schweiz, wo gutes Wetter voraus gesagt war. (Anderswo ein Kampf gegen Wassermassen . . .)
Am 1. Tag Fahrt nach Zermatt und mit der Klein Matterhornbahn auf 3884 m.
Dann Abstieg über das Sommerskigebiet zur Theodulhütte. Auf der Hütte angekommen gab es die letzten starken Schneeschauer. Am nächsten Tag blauer Himmel das war auch die folgenden Tage so: bestes Bergwetter am Monte Rosa.
Wir stiegen zum Breithorn 4165 m auf. Danach über ausgesetzten Schneegrat
zum Breithorn Mittelgipfel 4159 m. Die Fernsicht reichte vom Gran Paradiso
über Montblanc, Berner Oberland und das komplette Wallis mit 35 Viertausendern  bis zur Bernina. Dann Abstieg über die Südflanke zum Fuße des Pollux 4092m.
Ein Teil der Gruppe bestieg auch diesen Viertausender. Danach Abstieg zur Rifugio Ayas. Am dritten Tag Aufstieg zum Roccia Nera 4075 m und über wunderschönen Eis Grat zum östlichen Breithorn Zwilling 4105m. Auch an diesem Tag wurde noch ein dritter 4000er bestiegen. Der Castor 4226m, zum Gipfel hin mit 70 Grad steiler Eisflanke und ausgesetztem Schneegrat. Der Castor wurde überschritten und dann stiegen wir zum Rifugio Sella Hütte ab. Am Abend wurde beschlossen, dass nicht der Liskamm am nächsten Tag bestiegen werden sollte sondern der abgelegen Il Naso 4272m. In Form einer Überschreitung mit einer Eisflanke, 50 Grad steil. Danach Abstieg und noch mal ein Gegenanstieg zum Lisjoch 4151m.

Ein Teil der Gruppe stieg noch auf die Ludwigshöhe 4341m. Im Anschluss noch der lange Weg über den imposanten Grenzgletscher zur Monte Rosa Hütte. Von hier traten wir wieder zufrieden am nächsten Tag die Heimreise an. Sieben Viertausender als Ausbeute!

12. September, Überschreitung der Gartnerwand

Führung und Bericht: Christian Bayer

Ja das heikle Thema Wetter. Der Wetterbericht für das geplante Tourenwochenende war für jeden Tourenführer eine richtige Herausforderung. Von fünf Wetter App`s meldete jeder für den 11. September anders. Letztendlich gab`s nur zwei Möglichkeiten, absagen oder auf Sonntag verschieben. So wurde es gemacht. Leider konnten nicht alle, der für Samstag gemeldeten Teilnehmer auch am Sonntag mit dabei sein. So trafen sich am Sonntag Morgen fünf Bergbegeisterte zur Abfahrt nach Lermoos / Obergarten. Von dort gingen wir einen Waldsteig Richtung Gartner Alm. Dort angekommen präsentierte sich die komplette Gartnerwand im herrlichen Sonnenlicht. Den Weg folgend und immer am Fuße der Gartnerwand entlang, erreichten wir nach zwei Stunden Marschzeit das Gardner Jöchle. Nach kurzer Rast machten wir noch einen Abstecher zur Bleispitze. Nach ca. einer Stunde waren wir am Jöchle zurück und machten uns fertig für den teils seilversicherten und ein wenig ausgesetzten Gipfelanstieg. Kaum zu glauben, bei Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und fast Windstille hatten wir den Gipfel für kurze Zeit ganz für uns alleine und wurden mit gewaltigem Bergpanorama belohnt. Nach einer Brotzeitpause nahmen wir den Gratweg in Angriff, der uns direkt auf den Gipfel des Grubigstein führte. Der Abstieg führte über die Wolfratshauser Hütte und die Gardner Alm zum Auto zurück. Leider hatten wir krankheitsbedingt einen Ausfall und konnten somit nicht alle das Gipfelglück genießen.

18. bis 19. September, Familientour zum Pürschlinghaus

Führung: Manuela Fritzen und Andi Stückl

Bericht: Manuela Fritzen

Aufbruch der  Familiengruppe des AV mit 23 Personen zur Bergmesse am
Hennenkopf. Auf Grund des vorausgesagten schlechten Wetters am Sonntag, wurde die Messe leider abgesagt, was die Truppe aber nicht zum „Daheimbleiben“ bewogen hat. Also ging`s los am Samstag Mittag bei traumhaftem Wetter. Zuerst Aufstieg zum Rosengarten, dann über die Kuhalm auf den Teufelstättkopf und von da hinab zum Pürschlinghaus. Dort wurde nach einem gemütlichen Hüttenabend übernachtet.


Am nächsten Morgen war uns der Wettergott immer noch hold und so beschloss die Gruppe über den Sonnengrat zur Sonnenspitze bis zum Zahn zu wandern. Der kurzweilige, spannende, teilweise sehr luftige Weg machte allen einen Riesen Spaß und die anschließende, rasante Abfahrt vom Kolbensattel mit dem Alpin-Coaster, rundete das tolle Wochenende noch perfekt ab!! Teilnehmer: Fam. Erhard, Fam. Bock, Fam. Stückl, Fam. Fritzen, Fam. Holzheu, Fam. Speer, Fam. Thoma

20. bis 22. September, Überschreitung des Säntis

30 km, 2300 Hm im Auf und Abstieg

Führung: Detlev Löhnert und Armin Heigl

Acht Teilnehmer/innen

Bericht: Armin Heigl

Der Alpstein, das ist Schweiz pur bei Appenzell! Herrliche Alpen, wildromantische Seen und eindrückliche Felszapfen aus weißem Kalkstein über himmelhoch aufstrebende Grasflanken bilden ein wildes, kleines Gebirge von ganz besonderer Schönheit. Wir mussten auch diese Tour wegen des schlechten Wetters kürzen. Also stiegen wir erst am Montag von Brülisau zur kleinen Hundsteinhütte auf. Der fjordartige Fählensee befindet sich hier in unmittelbarer Nähe aber das Wetter zeigte sich leider nicht zum Baden. Es war kühl und regnerisch und wir freuten uns, als Peter in der kleinen Stube einheizte. Wir waren unter uns. Peter, der Wirt, ein etwas rauher aber urig, herzlicher Eidgenosse verwöhnte uns alsbald mit seinen Kochkünsten. Auf SAC Hütten sind drei Gänge vorgeschrieben. Heute wurden wir jedoch  mit deren Fünf überrascht. Am Dienstag gelangen wir rasch zur Saxer Lücke. Über uns brodeln Wolkenfetzen und tief unten können wir das Rheintal erahnen. Wir erreichen den Mutschen, einen Zweitausender, im Nebelgebräu. Es wäre die Aussichtskanzel. Überschreitung des flachen Chreialpfirstes. Langsam kommt die Sonne hervor. Zeit für eine längere Pause an der winzigen Zwinglipasshütte. Der Blick zu den Churfirsten und zum Tödi ist überwältigend. Wir werden herzlich empfangen und bewirtet. Es gibt nur einfache Speisen, denn die Versorgung erfolgt über freiwillige „Hötteträgete“. Unser Weiterweg  führt durch Karstgelände und endet zunächst  am Altmannsattel. Links und rechts sausende Tiefe. Vor zwei Jahren habe ich hier Steinböcke gesehen. In völliger Entspanntheit liegend und wiederkäuend. Von diesem bemerkenswerten Ort bringt uns schöner fester Fels nach knapp 80 Metern zum markanten Altmann, 2367m, einer felsigen Trutzburg. Das Gelände ist nicht versichert, verlangt etwas Spürsinn und auch Geschick und wartet kurz vor dem Gipfel mit einem ausgesetzten Grätlein auf. Immer wieder kommt die Sonne zwischen Nebelwolken hervor. Vom Sattel in wenigen Schritten zum oberen Punkt der Flieswand. Über 200m tiefer blicken wir direkt  auf das Dach vom Rotsteinpasshaus. Die Flieswand ist ein Knaller. Eigentlich eine steile Felsflanke und nur mit Kletterei zu bewältigen. Der Weg ist durchgehend seilversichert und käme bei uns als luftiger Klettersteig zu Ehren. Doch hier gilt so etwas als Bergwanderweg. Nur rote Markierung. Schweiz eben. Wir sind im Appenzeller Land.   Das Rotsteinpasshaus 2119m liegt  sensationell alpin. Z’nachtessen in der großen Zirbelstube. Zum felsigen Lisengrat schlängelt sich der schmale Steig dicht unter einer Gras – Gratschneide. Grüne Tiefblicke in noch schattige Täler. Steinböcke. Dann wird es spannend. Der gut versicherte Weg erinnert an den Bocchettesteig. Nach einer Stunde kurzweiligen Steigens kommen wir am Säntis, 2502m, an. Panorama und Wetter sind fast nicht mehr zu steigern. Hier führt eine Seilbahn herauf aber es ist fast nichts los hier. Ganz im Gegensatz zur Megglisalpe, an der wir erst nach einer langer Wegstrecke ankommen. Dieses Almdorf ist im Winter verlassen und liegt 400m oberhalb vom Seealpsee. Der weitere Abstieg zu ihm erfordert wieder einmal Trittsicherheit – wie so oft im Alpstein. Der enge Pfad windet sich durch Klammen und Felsgesimse und einen Bergwald in der Felsenwand. Früher hausten hier Lindwürmer. An manchen Stellen könnte ein Klippenspringer leicht bis zum tiefen Blau des Seealpsees segeln. Wir passen lieber auf und kommen heil, etwas müde aber glücklich in Wasserauen an.

 

3. Oktober, Goldene Oktobertour

Führung: Manuela Streif und Andi Stückl

Bericht: Andi Stückl

Unser Ziel das Kienjoch, 1953m

Teilnehmer: Katrin, Markus und Vitus Bock; Mia und Andi Stückl und Markus Gretschmann.

Aufstieg von Graswang über die wildromantische Kühalpenbachschlucht und Kuhalmhütte.

Überschreitung über den relativ anspruchsvollen Grat zur Kieneckspitze und Abstieg nach Graswang.

 

2. Oktober, Damentour auf den Brünstelskopf

Führung: Gabi Wörmann und Claudia Neuner

Bericht: Gabi Wörmann

Geplant war eigentlich der Hahlekopf. Wir sind aber in Deutschland geblieben und auf den Brünstelskopf gegangen!  Birgit Bayer , Margret Gansler, Claudia Neuner, Sabine Schleich, Gabi Wörmann. Um 7:15 Uhr starteten wir zu fünft am Cafe am Tor, gingen Punkt 8:00 Uhr von Farchant in 1 1/2 Stunden auf den 1380 m hohen Schafkopf, genossen dort die Sonne und die tolle Aussicht um 10:30 Uhr gings über den Giessenbachsattel, das Brünstelkreuz  1734 m, auf den Brünstelskopf 1814 m. Gipfelziel um 13:00 Uhr. Brotzeit mit Blick auf Kienjoch, Graswang, Notkarspitze. Nach einer Stunde marschierten wir zurück zum Giessenbachsattel, Giessenbacherweg in den Herrentischgraben, die Reschbergwiesen, den Spielleitenweg zum Auto 15:45 Uhr.

Wegeinstandhaltung am Scheinberg

Detlev Löhnert und Helfer waren zweimal am Scheinberg unterwegs um nach dem Rechten zu sehen.

Zusammenstellung dieses Berichts: Armin Heigl, Schriftführer