Hochtour auf die Monte Rosa
Am 9. Juli machte sich unsere sechsköpfige Gruppe auf den Weg ins Aostatal nach Italien, genauer gesagt ins wunderschöne Gressoneytal. Von Alagna aus fuhren wir mit der Seilbahn zur Punta Indren. Von dort erreichten wir nach etwa eineinhalb Stunden Aufstieg die Mantova-Hütte auf 3.498 m. Zur weiteren Akklimatisation stiegen wir anschließend noch zur höher gelegenen Gnifetti-Hütte auf 3.647 m auf, bevor wir wieder zur Mantova-Hütte abstiegen.
Am zweiten Tag bestiegen wir bei herrlichem Wetter die Punta Giordani (4.046 m). Der Gletscher war größtenteils blank und mit vielen Steinen übersät. Dank des frühen Aufbruchs und der niedrigen Temperaturen stellte dies jedoch kein größeres Problem dar. Nach der Gipfelbesteigung stiegen wir wieder ab und anschließend zur Gnifetti-Hütte auf, wo wir die Nacht verbrachten.
Am dritten Tag machte sich eine kleinere Gruppe auf den Weg zur Signalkuppe (4.554 m) mit der Capanna Regina Margherita, der höchstgelegenen Hütte der Alpen. Leider verschlechterte sich das Wetter sehr schnell, sodass die Gruppe wieder zur Hütte absteigen musste. Weitere Gipfelbesteigungen waren an diesem Tag daher nicht mehr möglich.
Am vierten Tag stand bei bestem Wetter die Vincent-Pyramide (4.215 m) auf dem Programm. Im oberen Bereich waren die Gletscher noch gut mit Schnee bedeckt, was den Aufstieg angenehm gestaltete. Nach der erfolgreichen Gipfelbesteigung stiegen wir wieder ins Tal ab.
Damit gingen vier eindrucksvolle Tage in der Monte-Rosa-Gruppe zu Ende. Bei abwechslungsreichen Bedingungen, herrlichem Bergwetter und einigen anspruchsvollen Gletscherpassagen konnten wir mehrere schöne Gipfel besteigen. Anschließend machten wir uns auf die lange Heimfahrt – mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck
