40. Niggl – Socher – Weiß Gedächtnisstour der Bergwacht Steingaden Peiting und des Alpenvereins Peiting

Zum Gedenken an die vor 41 Jahren bei einem
Lawinenabgang an der Engelspitze im Lechtal tötlich
verunglückten Kameraden Markus Niggl und Evi Socher,
sowie an den vor 13 Jahren am Gipfelgrat der Balschtespitze
bei einem Wächtenabbruch ums Leben gekommenen
Bergwachtmitglied Andi Weiß führte die Bergwacht
Steingaden Peiting heuer die 40. Gedächtnistour im
Kenzengebiet durch.
Bei sehr durchwachsem Wetter machten 18 Bergwacht – und
Alpenvereinsmitglieder eine Skitour auf den Kenzenkopf.
Eine zünftige Brotzeit auf der Bergwachthütte rundete den
perfekten Skitourentag ab, zumal die Schneeverhältnisse bei
der Abfahrt noch überraschend gut waren.
Während draußen heftige Graupelschauer mit Gewitter
niedergingen, wurden bei Weißwurst und Kuchen noch viele
kleine und große Erlebnisse des vergangenen Winters
ausgetauscht.

 

 

Skitour Haute Route Graubünden 2026 

Nach zwei wetterbedingten Verschiebungen meinte es Petrus beim dritten Anlauf endlich gut mit uns: fünf Skitourengeher starteten bei wolkenlosem Himmel und perfekten Schneeverhältnissen – Firn und Pulver in bester Ausprägung – zu einer unvergesslichen Durchquerung, der Haute Route Graubünden.

Tag 1 – Auftakt unter blauem Himmel

Bereits um 4:30 Uhr ging es in Peiting los. Nach kombinierter Anreise mit Auto und Zug führte uns der Zustieg von Zuoz durchs geschlossene Skigebiet über Pizzet bis auf den Piz Belvair. Bei strahlender Sonne erreichten wir am Nachmittag unser Tagesziel, die Es-Cha-Hütte, und ließen dort den ersten Tag gemütlich auf der Terrasse ausklingen. Die Hütte – wie alle drei Unterkünfte dieser Tour – präsentierte sich perfekt gepflegt und liebevoll renoviert.

Tag 2 – Königsetappe über den Piz Kesch

Frühmorgens stiegen wir zur Porta d’Es-Cha auf und weiter über den Vadret da Porchabella zum Skidepot am Piz Kesch. Als erste Gruppe dieses Tages konnten wir den Gipfel – den höchsten Punkt der Haute Route Graubünden – ganz für uns allein genießen. Nach der Abfahrt folgte ein weiterer Anstieg zum Piz Porchabella und eine beinahe unverspurte Pulver- und Firnabfahrt auf der Ostseite. Nach Aufstieg zurück zur Scharte ging es westseitig hinab und nochmals aufwärts auf den letzten Gipfel des Tages, den Kesch Pitschen. Trotz fortgeschrittener Uhrzeit fanden wir dort sehr gute Bedingungen für die Abfahrt zur Kesch-Hütte vor.

Tag 3 – Durchs Val Müsella zur Grialetsch-Hütte

500 Höhenmeter Zusatzaufstieg bescherten uns eine grandiose Firnabfahrt durchs Val Müsella. Anschließend stiegen wir zur Alp Funtauna und über den Scalettapass weiter zum Scalettahorn. Die Abfahrt Richtung Grialetsch-Hütte krönte diesen Tag – perfekter Firn, für den wir gerne noch einmal 150 Höhenmeter Gegenaufstieg zur Hütte in Kauf nahmen. Die Grialetsch-Hütte, vor ein paar Jahren renoviert und sehr gemütlich, war der ideale Ort für einen geselligen Tourenabend

Tag 4 – Spontane Planänderung mit Pulverbonus

Anstatt wie geplant zum Flüelapass abzufahren, entschieden wir uns für den Aufstieg zum Piz Sasura. Eine goldrichtige Entscheidung: nordostseitig konnten wir dort phänomenale Abfahrtsmeter in unberührtem Pulver über den Vadret da Sasura genießen – so gut, dass wir gleich ein zweites Mal hinabfuhren. Danach folgte der Aufstieg zum Sasura-Pitschen, wo uns nochmals perfekter Firn erwartete. Nach kurzer Brotzeit setzten wir zur finalen Abfahrt durchs großartige Val Sasura an, die uns bis ca. 1600 Meter Seehöhe auf Ski trug. Von dort war es nur eine knappe Stunde Fußweg zur Straße, wo wir schließlich per Anhalter nach Lavin zu unserem Auto zurückkehrten.

I Isgesamt legten wir in den 4 Tagen 69 Kilometer und rund 6.300 Höhenmeter im Aufstieg zurück. 29 Stunden und 40 Minuten auf Tour, bestes Wetter, perfekte Verhältnisse und eine fantastische Gruppe: Ein Erlebnis, das bleibt

21.2.2026 Skitour auf den Wolfkopf

Die Wetter- und Lawinensituation machte eine Änderung unserer ursprünglichen Tourenpläne nötig. Spontan entschieden wir uns daher für den Wolfkopf in den nördlichen Ammergauer Alpen – mit dem Vorteil einer angenehm kurzen Anreise nach Trauchgau.

Zu Beginn zeigte sich die Landschaft noch wenig winterlich, und wir stiegen bei leichtem Regen über sanft ansteigende Wiesen auf. Über den Forstwegen erreichten wir bald die Schneefallgrenze, und mit jedem Höhenmeter präsentierte sich die Umgebung zunehmend verschneiter. Die letzten Meter verlangten noch einmal unseren Einsatz und wir mussten im tiefen Neuschnee spuren.

Nach rund 730 Höhenmetern und knapp zwei Stunden Aufstieg erreichten wir den Gipfel – ganz für uns allein – und wurden mit einer wunderbaren Aussicht ins winterliche Alpenvorland belohnt.

Skitour im Lechtal

Eine wunderschöne Skitour im Lechtal unternahmen 12 Teilnehmer von der DAV-Sektion Peiting. Gestartet wurde in Elbigenalp über die Gibler Alm bis zur Bernhardseckhütte. Von dort ging es weiter bis kurz vor den Gipfel der Mutte auf 2.187m bzw. solange die Schneeverhältnisse noch gut waren. Bei herrlichem Wetter dann eine pulvrige Abfahrt zurück zur Hütte und nach einer kurzen Einkehr ging es schwungvoll auf gutem Forstweg zurück zum Ausgangsort. Insgesamt eine sehr schöne Tour wenn man bedenkt dass die Ziele aufgrund des mangelnden Schnees langsam ausgehen.

DAV-Tour zum Skitourensaisonstart

So richtig zum Start in die Skitourensaison kam der Pulverschnee und sorgte für eine traumhafte Landschaft. Die 12 Teilnehmer an der Tour im nahen Außerfern waren begeistert und hatten nicht nur einen wunderschönen Aufstieg sondern auch eine tolle Tourenabfahrt vor sich.

Notfall Lawine

Für Skitouren abseits gesicherter Pisten Pflicht: LVS-Gerät, Schaufel und Sonde, optional ein Lawinenrucksack. Noch wichtiger: Mit dieser Notfallausrüstung auch professionell umgehen zu können. Genau dafür organisiert die AV Sektion Peiting alljährlich einen lehrreichen, praxisorientierten Kurs. 16 Teilnehmer im Alter von 20 bis 60 Jahren nahmen dieses Mal an „Notfall Lawine“ teil. Die Bergwacht-erfahrenen Referenten Florian Hofmann und Peter Echtler luden hierzu am 18. Dezember 2025 zum Theorieabend ins AV-Stüberl an der Bachfeldstraße. Zwei Tage später ging’s in Fahrgemeinschaften nach Reutte. Aufgrund Schneemangel sollte sich die Idee, mit der Gondel ins Skigebiet Hahnenkamm hochzufahren, von der Bergstation wenige Höhenmeter abzufahren und schließlich gen Süden in ein terrassenförmiges Gelände abseits des gesicherten Skiraums zu steigen, als Volltreffer erweisen. Aufgeteilt in zwei Gruppen, wurde den ganzen Tag über intensiv geübt. „Signal! Zehn! Treffer!“, ertönt es immer wieder bei der Lawinenverschüttetensuche mit „Pieps“. Ins Schwitzen kamen Teilnehmer wie Kursleiter auch im Rahmen einer Mehrfachverschüttetensuche sowie beim Ausschaufeln einer „verschütteten Person“ nach der V-förmigen-Methode des Schweizer Lawinenexperten Manuel Genswein. Auch spannend: Hypothermie, stabile Seitenlage, vorsichtiges Abnehmen des Skihelms sowie professionelles Anlegen einer Rettungsdecke – erstmals integrierte der Peitinger Alpenverein auch „Erste Hilfe“ in den bewährten Kurs, konnte hierfür Bergrettungssanitäter Ludwig Spitzer als zusätzlichen Referenten gewinnen. Insofern ein rundum gelungener Exkurs für alle Teilnehmer, die vereinzelt bis aus Denklingen, Hohenfurch, ja sogar aus der Tölzer Ecke dabei waren. Nun gilt es dran zu bleiben, das Suchen, Sondieren und Schaufeln immer und immer wieder zu üben. Denn im Falle eines Lawinenunfalls zählt nur eins: Jede Sekunde!

Kleine 3 tägige Skidurchquerung Silvretta (29.–31. März 2025)

„Schleich Sepp’s Jamtaltour – renewed“
Leitung: Christian Stögbauer Fachübungsleiter Skitouren DAV Sektion Peiting
Teilnehmer: 8 Personen (7 Teilnehmer*innen + Tourenleitung)
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Tag 1 – Start in Gaschurn & Aufstieg zur Wiesbadener Hütte
Früh morgens starteten wir zur diesjährigen „Silvrettadurchquerung in Richtung Gaschurn, wo wir mit der Vermuntbahn und anschließend dem Tunnelbus zur Bieler Höhe (2.030 m) gelangten – unserem Einstieg in die Silvretta.
Vor Ort erwarteten uns dichte Wolken und kalter Wind – die perfekte Einladung für einen Klassiker: den direkten Weg zur Wiesbadener Hütte (2.443 m).
Zwar liebäugelten wir kurz mit der landschaftlich schöneren Westseite des Silvrettastausees, entschieden uns aber nach kurzer Überlegung für die Ostseite, die bei den Bedingungen deutlich übersichtlicher war.
Die Hütte erreichten wir am Nachmittag – durchgefroren, aber motiviert für die kommenden Tage. Das Wetter war zwar alles andere als fotogen, aber heißer Tee und gute Laune reichten fürs Erste.
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Tag 2 – Über Tiroler- und Ochsenscharte zur Jamtalhütte
Über Nacht fielen 30–40 cm Neuschnee – kombiniert mit wieder schlechter Sicht und einsamem Aufstiegsgelände wurde die erste Etappe zur echten Herausforderung.
Wie geplant ging es zunächst zur Tiroler Scharte (2.826 m) – wir hatten die Ochsenscharte (2.973 m) bewusst für den letzten Tag aufgespart.
Keine Spuren, keine anderen Gruppen – das bedeutete: volle Konzentration, Orientierung und ein gutes Auge fürs Gelände.
Pünktlich zur Mittagszeit riss der Himmel auf und belohnte uns mit strahlendem Sonnenschein, perfekter Sicht und einem atemberaubenden Panorama.
Die Abfahrt über den Jamtalferner war ein echter Traum: frischer Pulver, keine Spuren – einfach Skitourenmagie.
Weil’s so schön war (und weil die Beine noch mitspielten), hängten wir noch den Anstieg zur Ochsenscharte dran – das bedeutete: zweite Abfahrt des Tages, zweiter Pulverrausch, doppelte Freude.
Gegen Nachmittag erreichten wir die Jamtalhütte (2.165 m) – mit Sonne im Gesicht, Pulver in der Hose und einem breiten Grinsen im Gesicht.
Kleiner Nebeneffekt des Sonnentags: Einige von uns hatten sich eher für den „krebsrot deluxe“-Teint entschieden – Sonnencreme war offenbar optional. 😎🔥
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Tag 3 – Triebschnee, Gegenanstieg & kluge Entscheidungen
Auch in der dritten Nacht kam wieder Neuschnee – dazu kräftiger Wind und eine auf Stufe 3 erhöhte Lawinenwarnung.
Der ursprüngliche Plan über die Ochsenscharte zurück zur Wiesbadener Hütte wurde angesichts der Verhältnisse verworfen – Sicherheit ging vor.
Stattdessen nahmen wir die bewährte Route über Galtür, auch wenn diese nicht ganz das war, was man sich unter „Abfahrt“ vorstellt.
Zwar kennen wir diesen Weg seit Jahren und wussten, was uns erwartet – diesmal war’s jedoch besonders mühsam, da wir wegen des Triebschnees nahezu durchgehend mit Fellen laufen mussten.
In Galtür angekommen, ging es mit dem Skibus nach Wirl, wo uns der finale, kalte und windige Anstieg zur Bieler Höhe erwartete.
Wer dachte, die Tour ist in Galtür vorbei, hatte die letzte Wadenprüfung nicht mit eingerechnet.
Die Belohnung folgte prompt: Suppe, Wärme und Zufriedenheit im Berggasthof Piz Buin. Danach ging’s mit Tunnelbus und Vermuntbahn wieder zurück zum Ausgangspunkt in Gaschurn.
Ein Lawinenunfall zwei Tage später im gleichen Gebiet – bei dem ein Tourengeher reanimiert werden musste – zeigte eindrucksvoll, dass unsere vorsichtige Entscheidung genau richtig war.
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Fazit
Die diesjährige „Sepp Schleich´s Jamtaltour“-Tour war wettertechnisch fordernd, landschaftlich eindrucksvoll und teamdynamisch ein voller Erfolg.
Pulver, Planung und Pragmatismus – so lässt sich die Tour in drei Worten zusammenfassen. Danke an alle Teilnehmer für Teamgeist, Humor und das Vertrauen in die Tourenleitung.

Fantastische Überschreitung der Nagelfluhkette mit Anlaufschwierigkeiten

Nachdem die Überschreitung der Nagelfluhkette in der Wintersaison 2023/24 – aufgrund von Schneemangel – abgesagt werden musste, war die Hoffnung groß, dass sie in dieser Saison stattfinden kann. Die Tour war ursprünglich für den Samstag, 08.02.2025 geplant. Je näher der Termin rückte, desto unwahrscheinlicher wurde die Durchführung der Tour. Doch dann, ein Wochenende zuvor hatte es leichten Schneefall. Allerdings waren für die kommende Woche warme Temperaturen gemeldet, sodass fast klar war, dass der wenige Neuschnee keine Woche halten wird.
So hat Peter Engstler, unser Tourenguide, kurz entschlossen die Tour auf Dienstag, für den zudem noch non-stop Sonnenschein gemeldet war, vorverlegt.
Welch ein Glück für die Teilnehmer, die kurzfristig frei- und teilnehmen konnten. Aufgrund der Spontanität waren wir sechs bunt zusammen gewürfelte, untereinander unbekannte Teilnehmer, die in den Genuss der wunderschönen Überschreitung der Nagelfluhkette kamen.
Peter hatte, so wie wir ihn kennen, im Vorfeld alles genau ausgelotet, wo wir parken, wann welcher Zug & Bus wohin fährt, wann die Hochgratbahn ihre erste Fahrt auf den Berg startet. Soweit so gut, wir trafen uns um halb 8 am Parkplatz in Immenstadt. Zu Fuß gings mit Skiern auf dem Rücken zum Bahnhof. Schnell das Gruppenticket nach Oberstaufen gekauft und auf den Zug auf Gleis 1 gewartet. Geschafft, alle saßen im Zug. Doch der Zug fuhr in die falsche Richtung, da er abgekoppelt wurde! Als wir bei der nächsten Haltestelle aussteigen wollten, ging die Türe nicht auf, da sie defekt war. So sind wir in Sonthofen gestrandet. Dieser Umstand konnte die Stimmung dennoch nicht trüben, denn die Vorfreude auf die vielversprechende Tour war größer. Aufgrund unserer Gruppengröße und der Skiausrüstung war kein Taxi aufzutreiben. Also gings mit dem nächsten Zug zurück nach Immenstadt – wohlgemerkt ohne Tickets. So wurde innerhalb der Gruppe hitzig diskutiert, wer wann schon mal ‚schwarz‘ gefahren ist. Glück im Unglück, wir wurden von einer Kontrolle verschont, dabei hatten wir schon die besten Ausreden parat gehalten. Der Nächste Zug nach Oberstaufen war – wen wunderts – ausgefallen. So viel zur Deutschen Bahn…
Letztendlich sind wir mit den Autos nach Steibis zur Hochgratbahn gefahren. Doch die Seilbahn stand still. Unter der Woche fährt die Bahn nur alle paar Stunden. Peter konnte mit seiner freundlichen und wohligen Allgäuer Art die Kassiererin und den Betriebsleiter davon überzeugen, dass uns ungemein geholfen wäre, wenn sie uns jetzt auf den Hochgrat befördern würden. Allein die 15minütige Auffahrt in den mehr als 50 Jahre alten Gondeln ist schon ein Highlight an sich. Oben, auf 1.708m, angekommen begrüßte uns bei strahlendem Sonnenschien ein wunderbarer Ausblick, der vom Bodensee und Säntis, in die Oberstdorfer und Kleinwalsertaler Berge bis hin zur Zugspitze reicht.
Nach einem LVS check stiegen wir zu unserem ersten Gipfel, dem Hochgrat mit 1.832m, auf. Die Aussicht Richtung Süden war sehr beeindruckend, unzählige, schneebedeckte Gipfel – hingegen Richtung Norden alles grün war.
Bei der ersten kurzen Abfahrt bekamen wir bereits einen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Schneeverhältnisse: es könnte gut werden! Der zweite Gipfel war das Rindalphorn mit 1.821m, hier mussten wir die letzten Meter zu Fuß gehen. Die südöstliche Abfahrt sah nicht sonderlich verlockend aus, sodass Peter seinen ‚Geheimjoker‘ zog und uns anbot, dass wir nordöstlich in einer steilen aber durchaus schneereichen Rinne abfahren könnten, dadurch allerdings ein paar Meter mehr aufsteigen müssten. Das haben wir gerne in Kauf genommen und es hatte sich gelohnt, zumal die Rinne zuvor kaum befahren wurde.
Der dritte Aufstieg führte uns zum Gündleskopf 1.748m. Anschließend stärkten wir uns bei einer kurzen Mittagspause, bevor es weiter Richtung Buralpkopf ging. Nach einer kurzen Abfahrt stiegen wir weiter Richtung Sederer Stuiben mit 1.749m auf. Hier entdeckten wir einen komplett unverspurten Hang. Peter wies uns allerdings darauf hin, dass dies eine ausgewiesene Wildruhezone ist, was wir selbstverständlich respektierten. So folgte eine eher holprige Abfahrt bevor wir ein sechstes Mal, Richtung Stuiben, auffellten. Auf dem sonnenreichen Südhang, bei dem die ersten Teilnehmer in T-Shirts gingen, mussten wir die Skier auch schon bald an den Rucksack schnallen. Am Stuiben angekommen, folgte eine kurze Lagebesprechung. Die weitere Überschreitung zum Steineberg, dem kleinen Bärenköpfle Gipfel zur Gipfelstation der Mittagbahn würden bestimmt noch zwei bis drei Stunden in Anspruch nehmen. Zudem war die Schneelage eher mau, so wäre ein Fortsetzen der Tour wohl eher zu einer Wanderung mit Skitragen geworden. Daher entschieden wir uns, nördlich vom Stuiben Richtung Alpe Gund abzufahren. Zuvor aber genossen wir, bei einer weiteren Brotzeit, die Sonnenstrahlen auf dem Bänkle am Gipfel vom Stuiben.
Wir konnten wider Erwarten relativ weit runterfahren. Mit dem Zug gings, dieses Mal mit gültigem Ticket, nach Oberstaufen. Die beiden Fahrer holten die Autos während wir uns beim ‚City Kebab‘ aufwärmten und anschließend gleich ordentlich verhockt sind. Insgesamt war es für uns alle ein super Naturerlebnis, das wohl besser hätte fast nicht sein können. Zum einen waren wir ganz alleine unterwegs und zum anderen waren die Bedingungen ebenfalls besser als erwartet. Wir waren eine lustige Gruppe, die sehr gut harmoniert hatte – nicht nur zwischenmenschlich, sondern auch konditionstechnisch. Auf der gesamten Tour wurde sehr viel gelacht, obwohl wir uns untereinander vorher nicht kannten. Es hatten sich viele interessante Gespräche ergeben. So lernten wir z. B. viel über das ‚Käsen‘, wobei wir auch in den Genuss einer Käseprobe vom Peitinger Weinland kamen. Die Stimmung war von Anfang bis Ende bestens, was wohl nicht zuletzt auch unserem erfahrenen Guide Peter zu verdanken war. Er hatte stets ein gutes Händchen für rassige Abfahrten, sowohl fachkundige Naturkenntnisse als auch immer einen lockeren Spruch parat. Insgesamt waren wir ca. 7,5 Std. am Weg und hatten 19 km und 1.300 HM zurückgelegt.

Schneeschuhwanderung auf den Pürschling

15 Mitglieder des DAV trafen sich an einem sonnigen Samstag im Januar zu einer Schneeschuhtour
auf den Pürschling, organisiert von der Sektion Peiting. Leider waren die Schneeverhältnisse für
Schneeschuhe zu Beginn nicht gut, so dass die Gruppe von Unterammergau aus erstmal mit Grödeln
bis ins Lange Tal wanderte. Dort wurden dann doch die Schneeschuhe angelegt und geradeaus durch
den Plattenberggraben zur Pürschlinghütte hochgestiegen. Etliche Teilnehmer machten dabei zum
ersten Mal die Erfahrung des Schneeschuhwanderns. Nach einer Einkehr ging’s über den
Plattenbergweg zurück ins Lange Tal und schließlich zum Parkplatz in Unterammergau. Nach Ende
der Tour waren sich alle Teilnehmer einig, dass Schneeschuhwandern eine attraktive Variante beim
Wintersport ist und öfters angeboten werden sollte.

 

Skitourenrunde über die Torscharte (1815m)

Die atemberaubende Landschaft im Karwendel rund um Hinterriß begeisterte uns alle – und machte
die 900 Höhenmeter Aufstieg zum Torscharte zu einem Spaziergang. Da auch das Wetter mitspielte
und uns an den Vortagen etwas Neuschnee brachte, war die Laune in der 6-köpfigen Gruppe bestens.
Ein toller Skitourentag, der in der Abfahrt durchs Tortal trotz etwas schwierigen Schnees und einer
insgesamt geringmächtigen Schneedecke ein paar nette Schwünge erlaubte.
Florian Ramsauer