Schneeschuhwanderung auf den Pürschling

15 Mitglieder des DAV trafen sich an einem sonnigen Samstag im Januar zu einer Schneeschuhtour
auf den Pürschling, organisiert von der Sektion Peiting. Leider waren die Schneeverhältnisse für
Schneeschuhe zu Beginn nicht gut, so dass die Gruppe von Unterammergau aus erstmal mit Grödeln
bis ins Lange Tal wanderte. Dort wurden dann doch die Schneeschuhe angelegt und geradeaus durch
den Plattenberggraben zur Pürschlinghütte hochgestiegen. Etliche Teilnehmer machten dabei zum
ersten Mal die Erfahrung des Schneeschuhwanderns. Nach einer Einkehr ging’s über den
Plattenbergweg zurück ins Lange Tal und schließlich zum Parkplatz in Unterammergau. Nach Ende
der Tour waren sich alle Teilnehmer einig, dass Schneeschuhwandern eine attraktive Variante beim
Wintersport ist und öfters angeboten werden sollte.

 

Skitourenrunde über die Torscharte (1815m)

Die atemberaubende Landschaft im Karwendel rund um Hinterriß begeisterte uns alle – und machte
die 900 Höhenmeter Aufstieg zum Torscharte zu einem Spaziergang. Da auch das Wetter mitspielte
und uns an den Vortagen etwas Neuschnee brachte, war die Laune in der 6-köpfigen Gruppe bestens.
Ein toller Skitourentag, der in der Abfahrt durchs Tortal trotz etwas schwierigen Schnees und einer
insgesamt geringmächtigen Schneedecke ein paar nette Schwünge erlaubte.
Florian Ramsauer

Bericht: Skitouren rund ums Krimmler Tauernhaus

Tag 1: Anreise und erste Tour
Nach der Anreise nach Krimml und der Fahrt mit dem Hütten-Taxi zum Krimmler
Tauernhaus ging es nach dem Check-in direkt los. Bei besten Bedingungen stiegen
wir zunächst zum Rainbachsee auf. Nach einer kurzen Abfahrt erklommen wir den
Graukarkopf, der uns mit einem schönen Überblick über das Tourengebiet belohnte.
Tag 2: Über Jaidbachkar zum Unlaßkarkopf
Der zweite Tag führte uns entlang der Krimmler Ache zur Jaidbachalm. Nach einem
langen, flachen Anstieg bewältigten wir eine steile Stufe hinauf ins Jaidbachkar. Auf
etwa 2.950 Metern ließen wir die Ski zurück und stapften die letzten 100 Höhenmeter
bis zum Gipfel des Unlaßkarkopfes. Bei der Abfahrt erwartete uns im oberen Bereich
traumhafter Firn, der uns für den anstrengenden Aufstieg belohnte.
Tag 3: Hohe Scharte
Die Wettervorhersage für Tag 3 war durchwachsen, aber glücklicherweise besser als
erwartet. Wir stiegen zur Windbachalm und weiter ins Windbachkar auf. Während der
Aufstieg von wechselhaftem Wetter begleitet wurde, öffnete sich genau zur richtigen
Zeit eine Wolkenlücke, als wir an der Hohen Scharte ankamen. Diese nutzten wir für
eine perfekte Abfahrt im unverspurten Pulverschnee auf der Nordseite. Da die
Bedingungen so gut waren, stiegen wir erneut auf und genossen die Abfahrt ein
zweites Mal.
Tag 4: Königstour hinüber zum Gabler
Der letzte Tag brachte uns die anspruchsvollste und längste Tour (ca. 1800 Hm, 8
Stunden). Bei strahlend blauem Himmel machten wir uns früh auf den Weg zur
Roßkarscharte. Der südseitige Anstieg brachte uns ordentlich ins Schwitzen, aber die
anschließende Abfahrt durch 20-30 cm unverspurten Pulver war ein erster
Vorgeschmack. Nach einer kurzen Stärkung folgte der finale Aufstieg zum Gabler,
einem Skitourenklassiker im Zillertal. Über die "Glatze" ging es steil zum Skidepot.
Aufgrund des sehr starken Winds machten wir nur eine kurze Rast und starteten die
Mega-Abfahrt von etwa 1.700 Höhenmetern am Stück, die uns mit perfektem
Gelände und noch einigen unverspurten Bereichen beschenkte. In der Finkau waren
wir uns einig, dass dies ein perfekter Abschlusstag war. Anschließend ging es mit
dem Taxi zurück nach Krimml.
Fazit und Unterkunft
Unsere Unterkunft, dass Krimmler Tauernhaus war, hervorragend. Das sehr gute
Essen, die freundliche Atmosphäre und die herzlichen Wirtsleute rundeten die
erlebnisreichen Tourentage ideal ab. Die Touren boten eine großartige Mischung aus
fordernden Anstiegen und traumhaften Abfahrten in einer fantastischen Bergwelt.
Florian Hofmann

Grundkurs Skibergsteigen Januar 2024

In der ersten Januarwoche 2024 fand der Grundkurs Skibergsteigen mit sieben
Teilnehmern statt. Der Kurs bestand aus zwei Theorieabenden und einem Praxistag
im Gelände.
Theorieabende:
Am ersten Theorieabend im AV-Heim wurden die Grundlagen der Schnee- und
Lawinenkunde vermittelt. Themen wie der richtige Umgang mit dem
Lawinenlagebericht, die Anwendung der SnowCard und das Risikomanagement im
Aufstieg und bei der Abfahrt standen im Mittelpunkt.
Am zweiten Abend wurde die Theorie vertieft und die Tour für den nächsten Tag
geplant.
Praxistag im Gelände:
Am Samstag führten wir bei anspruchsvollen Verhältnissen, mit viel Neuschnee und
teils schlechter Sicht, eine Tour im Gramaiser Schafkar durch. Die kurzen lichten
Momente sorgten dennoch für schöne Abfahrten. Besonders im ersten Steilhang
nahmen wir uns Zeit, um ausgiebig an unserer Spitzkehrentechnik zu feilen.
Im weiteren Verlauf der Tour standen die Beurteilung der Schneeverhältnisse, das
Lawinenmantra an Checkpunkten und der Einsatz der SnowCard im Fokus. Zudem
wurde ein Schneeprofil gegraben, um die Schneeschichten analytisch zu bewerten.
Den gelungenen Abschluss des Kurses bildete eine Einkehr im Gasthaus Alpenrose.
Florian Hofmann

Kurs „Notfall Lawine“

Der Kurs „Notfall Lawine“fand kurz vor Weihnachten statt und bestand aus einem
Theorieabend und einem Praxistag im Gelände.
Theorieabend am 14.12.2024
Im AV-Heim wurden die Grundlagen zum Thema Lawinen vermittelt, mit einem
besonderen Fokus auf die Verschüttetensuche. Die Teilnehmer lernten wichtige
Basics zum Thema Lawinen sowie den Ablauf der Verschüttetensuche nach einem
Lawinenunglück in der Theorie.
Praxistag am 16.12.2023
Am Samstag machten sich elf Teilnehmer und zwei Ausbilder auf den Weg Richtung
Galtjoch. Nach einigen Hundert Höhenmetern nutzten wir eine freie Wiesenfläche,
um die Verschüttetensuche intensiv zu üben, da es besonders in Stresssituationen
darauf ankommt auf eine Routine zurückgreifen zu können. Bei besten Bedingungen
mit frischem Pulverschnee und Sonnenschein konnten die Teilnehmer die Abläufe
vertiefen und verinnerlichen.
Den Abschluss bildete ein gemütlicher Einkehrschwung in Berwang. Der Kurs
vermittelte wichtige praktische Fähigkeiten für den Ernstfall im Gelände.

 

8 Gipfel in den Allgäuer Hochalpen

Mehr Wetter kann man echt nicht buchen, 3 Tage perfekt, kein Gewitterrisiko,
Kaiserwetter.
Also ging es am ersten Tag vom Parkplatz der Fellhornbahn hinauf zum
Waltenberger Haus. Kurze Rast und Check in. Schon wartet die Bockkarscharte,
an der wir auf den Südwestgrat abbogen und in schöner Kletterei II – III,
teilweise steil und ausgesetzt auf die Hochfrottspitze 2649 kletterten. Über den
Nordostgrat ging es im I-II er Gelände hinab zur Scharte und über den
Südwestgrat II – III hinauf zur Mädelgabel 2644. Über den Normalweg stiegen
wir zurück zum Waltenberger Haus mit einer wohlverdienten Erfrischung, Kino
mit Steinböcken und einen super Sonnenuntergang.
Den 2. Tag gingen wir etwas entspannter an. Wieder über die Bockkarscharte
ging es über den Heilbronner Höhenweg mit viel Trubel über den Bockkarkopf
2609, den Steinschartenkopf 2615 und dem Hohen Licht 2649 zur
Rappenseehütte. Was anfangen mit dem langen Nachmittag? Die Entscheidung
fiel (eigentlich schon vorher) auf den Bieberkopf 2599. Nach einem etwas
schwierigerem Gehgelände ging es dann in schöner und längerer Kletterei I
eine Rinne zum Gipfel empor. Macht Lust auf mehr. Den Gipfel wieder für uns
allein. Zurück auf der Hütte erwartet uns wieder ein traumhafter Abend mit
angenehmen Temperaturen und einen Super Sonnenuntergang.
Der 3. Tag sollte uns auf die Hochgundspitze 2460 führen. Mit einem guten
Gespür für die Wegfindung und einen leider nicht ganz so kompakten Felsen
wie die vorhergehenden Gipfel und Klettern im oberen II Grad erreichten wir
schließlich auch diesen. Erstaunt, dass auch nicht so Namenhafte Gipfel Laune
machen, erstiegen wir noch die Rotgundspitze 2486 auf dem Grat im
moderaten I er Gelände, bevor wir uns auf der Rappenseehütte noch eine
kühle Erfrischung gönnten und uns auf den langen Hatsch ins Tal vorbereiteten.
Einig waren wir uns alle: Es war ein Mega Wochenende. Es hat einfach alles
gepasst.
Kerstin Keis

Kleine Silvrettaskidurchquerung ins Jamtal

Eine Gruppe von neun Abenteuerlustigen machte sich diesmal auf zu einer Tour in
die Silvretta. In den Jahren zuvor waren wir lediglich ins Jamtal gefahren, doch
diesmal starteten wir in Ischgl, um von dort aus unsere Tour zu beginnen. Ein wenig
Abwechslung schadet nie und das Gelände ist absolut empfehlenswert!
Der Start erfolgte am frühen Samstagmorgen, als wir uns in Fahrgemeinschaften
nach Ischgl begaben, um dort unsere Tour zu beginnen. Unterstützt von Liften
trotzten wir herausfordernden Bedingungen und kämpften uns bei schlechter Sicht
hinab zur Heidelberger Hütte. Obwohl das Skigelände an sich großartig ist, stellte
uns die Sicht von maximal 50 Metern vor eine Herausforderung. Trotzdem haben wir
es unbeschadet geschafft.
Die Nacht brachte weiteren Schneefall und die Sicht verbesserte sich kaum. Daher
schlossen wir uns mit zwei anderen Gruppen zusammen, um sicher über das
Kronenjoch bei starken Böen zur Jamtalhütte zu gelangen. Leider konnten wir uns
das Wetter nicht aussuchen, aber der nächste Tag versprach Besserung.
Am Montagmorgen brachen wir früh auf, um bei kalten Temperaturen und frischem
Neuschnee unsere Spuren zu ziehen. Unser erklärtes Ziel war die Hintere Jamspitze
auf 3156 Metern Höhe. Eine solche Skitour entschädigte uns für die beiden letzten
Tage, als wir kurzzeitig den Gipfel ganz für uns allein genießen konnten, während
die Sonne strahlte und wir uns gleichzeitig auf die bevorstehende Abfahrt freuten.
Eine Abfahrt mit über 1000 Höhenmetern in meist unberührten Hängen durch
feinsten Pulverschnee war die verdiente Belohnung für uns alle. Ein Tag, den wir so
schnell nicht vergessen werden.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Teilnehmer sowie an Sepp Schleich, den
Ideengeber und geschätzten Begleiter, für die wundervollen Tage in der Silvretta.
Mal schauen, was nächstes Jahr auf dem Programm steht.

Skitour mal anders

Ein Skitour mal ganz anders – das war das Ziel der DAV-Sektion Peiting. So ging es mit 16 Teilnehmern zu einer wunderbaren Skitor im Ehrwalder Gebiet mit anschl. gemütlichem Beisammensein in der neu gestalteten Feldernalm und einem Weißwurstfrühstück. Schade war, dass aufgrund der max. Gruppengröße nur etwa die Hälfte der Interessenten teilnehmen konnten. Aber diese Tour soll künftig jährlich stattfinden so die einhellige Meinung der Teilnehmer, die sich noch vor der Hütte zum Gruppenfoto trafen.

Von der Nagelfluhkette zur Gamskarscharte im Almajuratal

Eigentlich war die Überschreitung der Nagelfuhkette geplant. Allerdings hat uns der fehlende Schnee einen Strich durch die Rechnung gemacht und so kamen wir in den Genuss einer wunderschönen und einsamen Skitour in den Lechtaler Alpen. Vorhergesagt war bestes Kaiser(s)-Wetter. Was uns erwartete, wusste bis dato noch so keiner so recht – außer Peter natürlich. Rückblickend zaubert uns allen der Gedanke an die Tour aber immer noch ein breites Grinsen ins Gesicht.

An der Abzweigung zum Schwarzen Kranz haben wir Sektionsfreunde aus Schongau getroffen. Ob wir denn schon mit‘m ‚Peter‘ unterwegs gewesen wären… Ähm nein, keine/r von uns… Jetzt wissen wir, eine kleine Gruppe mit 4 Leuten, es besser! Und wir können es nur empfehlen!

Wir kamen in den Genuss, ca. 1,5 Std. das wunderschöne Almajuratal bis zur Bodenalpe hinterlaufen zu dürfen. Hier zweigten wir links Richtung Leutkircher Hütte ab. Dank den Harscheisen war der bewaldete Steilhang gut zu bewältigen. Vorbei an der Almajur-Almhütte erreichten wir den bis dato unverspurten, breiten Rücken, der sich zum Fallersteißkopf (2.336) schön hinaufzieht und uns weiter zum Highlight dieser schönen Tour bringen sollte.

Nach einem kurzen, steilen und teils felsdurchsetzten Hang bergab, an dem wir die Spitzkehren nach unten gut üben konnten, sind wir am Sattel angekommen. Hier gabs erstmal eine Stärkung. Die Aussicht auf die Valluga und deren umliegenden Berge war bereits grandios.

Ehrfürchtig blickten wir zu dem äußerst steilen Nordosthang (bis zu 45°), den wir rauf zur Bacheregg (2.518 m), einem flaches Gratstück vor den Bacherspitzen überwinden mussten. Auch die spätere Abfahrt und der erneute Aufstieg zur Gamskarscharte (2.534m) waren gut einsehbar. Gut gelaunt und gestärkt gings erstmal auf der schönen Hochebene weiter – das Ziel, das Bacheregg, vor Augen.

Die ersten steilen Spitzkehren waren noch gut machbar. Doch schon bald stellte sich heraus, dass es kraftsparender und auch schneller ist, die Ski zu tragen und geradewegs den steilen Hang hinaufzustapfen. Hier wurde es allmählich schon ganzschön luftig und so stiegen wir die – gefühlte – ‚Himmelsleiter‘ weiter rauf bis zum teils ausgesetzten Grat-Absatz des Bachereggs.

Die Wechte war gut zu überwinden, zumindest nachdem uns Peter perfekte Stufen vorgetreten hat. Der erste ‚Streich‘ war somit geschafft und wir kamen in den ersten wunderbaren Abfahrtsgenuss.

Vom schattigen Gamskar rauf zur Gamskarscharte durften wir uns im ‚Spur anlegen üben‘. Als Krönung wartete eine gefühlt endlos lange und einfach fantastische Abfahrt im ‚Verborgenen Kar‘ bis runter ins hinterste Almajuratal auf uns. Nun folgte der weniger bequeme Teil der Tour. Während es auf dem Rückweg zurück bis kurz vor die Bodenalm zumeist noch flott mit Ski rauszufahren war, folgte der restliche Rückweg zum Parkplatz, welcher mit viel Schieben und manchmal auch Skitragen verbunden war. Spätestens jetzt wissen wir auch, warum die Tour eher selten begangen wird und recht einsam ist.

Zurück in Kaisers haben wir uns mit erfrischenden Kaltgetränken im Edelweißhaus belohnt. Allen in allem muss man sagen, dass es eine megaschöne, aber auch anspruchsvolle Tour war, die nur bei wirklich sicheren Lawinenverhältnissen gegangen werden sollte.

 

Bericht: Moni

 

Tourenfakten:

Gehzeit/Abfahrzeit auf Ski ca. 8,5 Stunden

Gesamt zurückgelegte Strecke: ca. 21 km

Abenteuer: 10 von 10 Punkte

Gaudi: 10 von 10 Punkte

Landschaft: 10 von 10 Punkte

Bergtour auf den Jochberg am 15.10.2023

Die Besteigung des Jochbergs am Walchensee ist eine der bekanntesten Bergtouren der bayerischen Voralpen. Das
Aussichts-Panorama auf den Kochel-, Staffel-, Starnberger und Walchensee ist eins der schönsten in diesem Gebiet.
Hinzu kommt eine ungehinderte Sicht auf den Heimgarten, Herzogstand, Benediktenwand und viele andere.
Diese sehr beeindruckende Aussicht konnten wir bei noch warmem Sonne-Wolken-Wetter, nach dem Start am
Walchensee, genießen. Bis dahin führte uns ein Steig durch den herbstlichen Wald. Bis zum Gipfel waren 750 hm
und 3 km zu bewältigen. Mit kurzen Trinkpausen waren wir in ungefähr 2 Std. am Ziel. Nach einer Gipfelrast stiegen
wir für eine Einkehr zur Jocheralm ab. Der Abstieg führte uns teilweise wieder über den Aufstiegsweg.
Annett Desche